Während in Deutschland Feuerzangenbowle und Sekt zu der berühmten britischen Komödie “Dinner for One” getrunken werden, feiert man in Italien den Jahreswechsel mit anderen ungewöhnlichen Traditionen.
Zunächst einmal muss man wissen, dass der 1. Januar nicht immer der erste Tag des Jahres war. Zur Zeit des antiken Roms wurde das neue Jahr am 1. März gefeiert, und Julius Cäsar führte den 1. Januar zu Ehren des Gottes Janus ein.
Die Lenticchie
In Silvesternacht essen die Italiener gewöhnlich ein Gericht aus Linsen, die aufgrund ihrer Münzform Wohlstand und Fruchtbarkeit symbolisieren. Daher stammt auch das berühmte Sprichwort “Lenticchie a capodanno, fortuna tutto l’anno”, was so viel bedeutet wie “Linsen an Neujahr, Erfolg für das ganze Jahr”.
Rot tragen
In Italien ist es Tradition, am Abend des 31. Dezembers rote Unterwäsche zu tragen, um Liebe und Glück im kommenden Jahr zu garantieren.
Alte Gegenstände in Neapel wegwerfen
In Neapel im Süden des Landes ist es üblich, sich von altem Geschirr zu trennen, indem man es am Abend des 31. als Zeichen der Erneuerung direkt aus dem Fenster wirft. Dies ist eine Tradition, die in den meisten Teilen des Landes verschwunden ist, in dieser Stadt jedoch jedes Jahr fortbesteht.
Feuer des alten Mannes in Bologna :
Auf der Piazza Maggiore im Herzen Bolognas wird die alte Tradition des “Falò del Vecchione” (Freudenfeuer des alten Mannes) in Form einer Puppe nachgestellt, die das vergangene Jahr repräsentiert und über einem Freudenfeuer verbrannt wird, um symbolisch die Negativität des vergangenen Jahres loszuwerden und das Beste für das kommende Jahr zu wünschen. Der “Vecchione” ist eine riesige Lichtskulptur, die in den letzten Dezembertagen bis zum Countdown um Mitternacht in der Mitte des Platzes aufgestellt wird.
Schließlich freuen sich alle Italiener auf das Feuerwerk um Mitternacht, genau wie die Deutschen, die 2017 über 130 Millionen Euro für Raketen, Böller und anderen Party-Sprengstoff ausgegeben hatten.





